Ein turbulentes und gleichzeitig stilles Jahr war 2025 für mich. In diesem Jahresrückblick spare ich auch diese Jahr wieder politisches und gesellschaftliches aus – das hier soll ein Rückblick auf das sein, was ich persönlich erlebt habe.
Umzug
Schon seit einigen Jahren überlege ich immer mal wieder, aus München wegzuziehen. Seit ich nur noch selbständig arbeite und quasi alles übers Internet läuft, ist der Bezug zum Ort weniger geworden. Solange ich gutes Internet habe, kann ich überall arbeiten.
Obwohl ich München an sich gern mag, ist es mir zunehmend zu groß, zu laut, zu eng geworden. Eigentlich haben mich zuletzt nur noch meine Freunde dort gehalten. Und die Gewohnheit, die es einfacher macht mit Bekanntem umzugehen, als sich auf etwas Neues einzulassen.
Dieses Jahr habe ich beschlossen: ich will wirklich umziehen. Entsprechend habe ich begonnen, ernsthaft Wohnungsangebote zu studieren und etliche Wohnungen anzuschauen. Wichtigstes Kriterium: maximal drei Stunden mit dem Zug bis München, damit ich weiterhin recht einfach mit meinen Freunden in Kontakt sein kann.
Von Bad Griessbach im Rottal bis Sigmaringen auf der Schwäbischen Alb, von Immenstadt im Allgäu bis Donauwörth habe ich dabei viele Orte erkundet, dabei einige sehr schöne Spaziergänge gemacht. Einiges hätte ich mir gut als neuen Lebensmittelpunkt vorstellen können, letztlich geklappt hat es dann in Senden, etwa 10 km südlich von Ulm.





An meiner neuen Wohnung liebe ich die schöne große Dachterrasse – direkt nach dem Umzug Mitte Dezember war es an einem sonnigen Tag dort so warm, dass ich draußen sitzen konnte. Und ich genieße nach Jahrzehnten in der Einzimmerwohnung das separate Schlafzimmer(chen), unter der Dachschräge, gerade so groß dass mein Bett hineinpasst und ich noch stehen kann -sehr gemütlich!
In den kommenden Wochen wird es noch einiges zu tun geben – auspacken, einrichten, Küche bestellen… Ich freue mich darauf.


Podcast – Once Upon a Coach
Im Januar 2025 ging die erste Folge von „Once Upon a Coach“ live (auf Spotify oder Youtube oder überall wo es Podcasts gibt). Das ist der Podcast, den ich zusammen mit meiner Coach-Kollegin, Texter-Buddy und inzwischen guten Freundin Anette Schade gestartet habe.
In jeder Folge „laden wir einen Gast ein“: eine Figur aus einem Märchen oder einem Film oder Buch. Eine von uns schlüpft in die Rolle dieser Figur – mit Hilfe von einfachen Accessoirs wie einem T-Shirt in einer passenden Farbe oder einem Schal. Und die andere ist Coach und begleitet die Figur dabei, eine neue Sichtweise auf ihre Situation zu finden und wieder handlungsfähig zu werden.
Wir haben jedesmal viel Spaß bei den Aufnahmen, aber auch bei der Planung der Folgen. Welche Figur finden wir spannend? In welcher Situation innerhalb der Geschichte könnte ein Coaching weiterhelfen? Ab dann ist alles wie in einem echten Coaching: es gibt kein Skript und wir schneiden nur in großen Ausnahmen etwas heraus, z.B. Bohrarbeiten in der Wohnung nebenan, Internetausfall.
Bewusst bleiben auch Versprecher, Denkpausen und Schleifen in der veröffentlichten Folge. Das echte Leben ist schließlich kein 15-Sekundenclip, in dem alles relevante genau durchgetaktet passiert. Gespräche und echte Verbindung zwischen Menschen brauchen Zeit und auch den Raum, dass Schweigen sein darf.
Bei allen ernsthaften Gesprächen über die Coaching gibt es immer wieder auch Gelegenheit für Humor und wir lachen regelmäßig über uns selbst. Einen Teil davon veröffentlichen wir auch regelmäßig als Outtakes (auf Instagram und Pinterest).






Der Alltag, Gewaltfreie Kommunikation und Coaching
Dieses Jahr gab es einige Coachings, die mich sehr berührt haben. Einmal waren Klangschalen dabei, ab und zu eine geführte Meditation. Es wurde geweint und auch gelacht. Für mich entsteht da ganz oft eine ganz besondere Verbindung, und ich bin dankbar, das erleben zu dürfen.
In der zweiten Jahreshälfte habe ich Andi Schmidbauer von der Akademie Blickwinkel bei einem 12-tägigen Seminar zur Gewaltfreien Kommunikation assistiert. Dabei habe ich auch für mich noch mal viel gelernt und einiges ist mir bewusster geworden. Am wichtigsten ist für mich, mir immer wieder bewusst zu machen, wie wichtig mir Wertschätzung ist, und das mehr zu leben: täglich zu bemerken, was ich alles mache, damit es mir gutgeht und mir dafür zu danken. Zu bemerken, was andere Menschen zu meinem Leben beitragen – und das immer mehr auch ausdrücken, was es für mich bedeutet.
Handarbeiten
Wer ab und zu meine Rückblicke liest, weiß vielleicht, dass ich gerne und viel (von Hand) nähe. Dieses Jahr habe ich ein paarmal andere Formen der Kreativität ausprobiert, einfach weil ich etwas bestimmtes herstellen wollte.
Für das Glückswürmchen (oder auch Sorgenwürmchen) habe ich meine sehr eingerosteten Häkelfähigkeiten aufgefrischt. Nachdem ich wieder wusste, wie doppelte und halbe Stäbchen gehen, ging es mir leicht von der Hand.
Dann wollte ich unbedingt ein kleines Nähkästchen haben, in dem gerade so das Platz hat, was ich fürs Nähen brauche. Aus farbigem Papier habe ich mir eine Art Mini-Schubladen-Kommode (ca. 12 cm) gebastelt und zusammengeklebt. Auch nach fast einem Jahr benutze ich es immer noch gern und finde es nach wie vor sehr praktisch.


Ausblick auf 2026
Privat geht 2026 für mich so los, wie 2025 geendet hat: mit Umzugskisten ausräumen und in der neuen Umgebung ankommen, dort neue Kontakte knüpfen.
Die nächsten Podcast-Folgen für Once Upon a Coach sind schon aufgenommen und wollen nur noch bearbeitet und veröffentlicht werden. So viel sei schon mal verraten: als nächstes spiele ich Marlin aus Findet Nemo.
Ich möchte mal wieder einen (Online-)Kurs anbieten – vielleicht zum Thema Wertschätzung?



