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Den Bedingungs-Knoten lösen

Was hilft, wenn du dich hoffnungslos in selbst aufgestellte Bedingungen verstrickt hast, und wie du den Knoten wieder lösen kannst.

Um A zu machen, muss ich erst B erledigen. Und B geht erst wenn C und D gemacht sind. Und so weiter… Wie ein hoffnungslos verknotetes Wollknäuel aus Bedingungen, bei dem nirgends ein Ende sichtbar ist.

Ob beim Aufbau eines Business oder beim Aufräumen der Wohnung: manchmal verstricken wir uns in unendliche Verknotungen aus Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor wir endlich, endlich unser eigentliches Ziel erreichen oder erst verfolgen können. Das ganze wird so unübersichtlich, dass wir schließlich – nichts machen. 

Ein Beispiel, das mir gerade im Kontakt mit neu startenden Selbständigen oft begegnet: Ich muss erst eine Zielgruppe und eine Nische definieren, erst dann kann ich eine Webseite aufbauen. Und ich muss natürlich auch erst lernen wie das technisch alles geht, und alles durchdesignen, bevor ich die Webseite aufbauen kann. Und ich brauche alle Texte vorher. Selbstverständlich perfekte Texte, ich will ja einen guten Eindruck machen. Aber die Texte kann ich nur wirklich gut schreiben wenn ich meine Nische und Zielgruppe definiert habe.

Was hilft? 

  • alle Knoten anschauen und aufschreiben
  • Mit einer Mindmap oder ähnlichen Tools die Zusammenhänge visualisieren
  • Bei jedem wahrgenommenen Zusammenhang hinterfragen: ist das eine wirklich eine zwingende Voraussetzung für das andere?
    Oft versteifen wir uns auf Zusammenhänge, die so faktisch gar nicht existieren
  • Den eigenen Perfektionismus mal beiseite legen.
    Zum Beispiel die “über mich” Seite. Ja, das braucht eine Webseite. Aber reicht für den Start vielleicht auch eine simple Seite mit einem hübschen Selfie und einem Satz? Kann das professionelle Bild vom Fotografen und die ausgefeilte Geschichte über mich auch später kommen?
  • Frage: Was nützt es mir gerade, nicht weiterzukommen? Was habe ich vom aktuellen Zustand des “nichts schaffen”?
    Beim Business-Beispiel könnte das ein Schutz vor Ablehnung sein – wenn ich mich nicht öffentlich zeige, dann kann auch niemand sagen, dass er das was ich mache doof findet.
  • Einen Schritt zurück treten und das Ganze aus der Entfernung anschauen. Wo war ich vor ein paar Jahren in Bezug auf dieses Thema? Wo will ich in ein paar Jahren sein?
  • Frage: Was ist ein ganz kleiner konkreter Schritt, den ich heute noch machen werde, um meinem Ziel etwas näher zu kommen?

So entwirrt sich das “Wollknäuel” an Bedingungen ganz allmählich. Sobald ein Ende gefunden ist, an dem es leicht ist, zu beginnen, ergeben sich oft wie von selbst weitere kleine, machbare Schritte.

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