35 Selbstverständlichkeiten, die ich mehr wertschätzen möchte

Bei allem, was in meinem Leben auch mal nicht so rund lief oder läuft und bei aller Gesellschaftskritik: Insgesamt führe ich ein wirklich komfortables Leben und bin umgeben von Fülle und Reichtum. Vor allem dann, wenn ich mein Leben mit dem von früheren Generationen oder mit Menschen in anderen Ländern vergleiche. Das möchte ich mehr wertschätzen!

Infrastruktur in einem reichen Land

  1. fließend kaltes und warmes Wasser – in einer Qualität, die es in anderen Gegenden nur abgepackt in Flaschen gibt
  2. überall gibt es Läden, in denen ich etwas zum Essen kaufen kann – im Überfluss
  3. ich habe ein Dach über dem Kopf in einem soliden Gebäude, das auch mal einem stärkeren Sturm standhält
  4. bei Krankheit einfach zum Arzt gehen können, die Krankenversicherung zahlt es
  5. beim Verlust des Arbeitsplatzes würde ich erst mal aufgefangen werden vom Arbeitslosengeld
  6. überall gibt es Wege. Wenn ich einen Fluß überqueren will, gehe ich einfach über die nächste Brücke
  7. die Luft ist relativ klar und sauber
  8. ich habe eine Fülle von Möglichkeiten, Kleidung zu bekommen – billig neu kaufen, gute Qualität gebraucht kaufen,

Soziales / Gesellschaftliches

  1. in einer Demokratie leben
  2. Freiheit – reisen, Freunde besuchen, Wohnort, Ausbildung, Religion
  3. Rechtsstaat – wenn mir jemand Schaden zufügt, habe ich die Möglichkeit denjenigen zur Verantwortung zu ziehen – auch wenn ich körperlich wesentlich schwächer bin
  4. Bildung – die Selbstverständlichkeit, eine Schule besuchen zu können
  5. Es ist Frieden in dem Land in dem ich lebe. Schon seit vielen Jahrzehnten. Berichte aus dem Krieg kenne ich nur aus der Generation meiner Großeltern oder aus den Nachrichten.
  6. Wahlrecht für alle Bürger – noch vor etwa Hundert Jahren in Deutschland für Frauen nicht selbstverständlich!
  7. Sicherheit in der Stadt

Eine Umgebung, die mir mein Leben angenehm macht

  1. ich lebe hier in einem Gemäßigten Klima – das Wetter ist im Normalfall weder glühend heiß noch klirrend kalt
  2. Sicherheit im Wald – quasi keine gefährlichen Tiere, keine Schlangen o.ä. mit tödlichem Gift
  3. ich wohne am Stadtrand. Jederzeit kann ich in ein paar Minuten in der Natur sein
  4. es gibt eine Menge essbarer Pflanzen in meiner direkten Umgebung
  5. ich habe in meiner Wohnung einen Balkon und kann so jederzeit an die frische Luft

Persönliches und Grundsätzliches

  1. Das Leben an sich. Am Leben sein.
  2. der Zufall, der meine Eltern zusammengeführt hat und mich hat entstehen lassen
  3. Das Wunder, dass aus einer einzigen Zelle heraus sich komplexes Leben entwickelt hat
  4. Dieses Wunder, dass all meine Organe zusammenspielen und tagein, tagaus ihre Arbeit machen – einfach so, ohne dass ich etwas tun muss.
  5. einen weitgehend gesunden Körper
  6. Sinnesorgane, die funktionieren ohne größere Einschränkungen
  7. ich bin in einer liebevollen Familie behütet aufgewachsen
  8. ich habe Menschen in meinem Leben, die ich liebe und denen ich mich anvertrauen kann: meine Schwester, meine Mutter, meine Tante, Freunde

Technisches – nicht mehr wegzudenken

  1. Kühlschrank – mein Gemüse bleibt schön frisch, selbst im Hochsommer
  2. Waschmaschine – schmutzige Wäsche rein, Knopf drücken. und keine Stunde später kommt saubere, frische Wäsche raus, ohne jede Anstrengung
  3. Herd – einfach einen Schalter betätigen und schon kann ich kochen
  4. Telefon und Handy – schnelle Absprachen, egal wo ich gerade bin
  5. Internet – mal schnell mit einer Freundin in New York Video-chatten? kein Problem!
  6. Öffentlicher Nahverkehr – einfach so bequem ans andere Ende der Stadt
  7. mein Fahrrad – bringt mich zuverlässig und schnell vorwärts und ich kann trotzdem die Natur genießen und mich bewegen
  8. der Aufzug in meinem Haus – ich wohne im 11. Stock, das ist mit Gepäck auf der Treppe ganz schön lang!
  9. überhaupt Strom aus der Steckdose

Mein Fazit – mehr wertschätzen!

Im Alltag wirken diese Dinge oft so selbstverständlich, mit vielem davon bin ich schon aufgewachsen. Wenn ich mir klar mache, was für ein Wunder das eigentlich alles ist, dann werde ich demütig und dankbar. Ich nehme mir vor, immer wieder diese Sachen wertzuschätzen und im Blick zu behalten.

Judith hält eine Postkarte mit Blumen hoch - darauf der Text "Dankbarkeit" - Symbol für "das was du hast, mehr wertschätzen"
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